Indien
Uns zwar recht früh um 7:20 Uhr. Da fahren wir los nach Kreuzlingen um Beatrice abzuholen. Das Schöne an dieser Zeit ist, wir sind praktisch alleine auf der Strasse. 😇
Mit Beatrice «im Gepäck» geht’s dann weiter nach Illnau. Dort parken wir den Ranger und verabschieden uns von Elena und Mason. Wobei wir sie bald in Indien wieder sehen werden. 😊
Mein Vater holt uns ab und bringt uns zum Flughafen Zürich. Hier muss Thomas noch eben schnell Antibrumm und Brillenputztücher besorgen. Dies gibt Katja allerdings genug Zeit, um uns am Flughafen zu finden. Auch sie möchte sich verabschieden. Und auch sie werden wir in ca. 2 Wochen in Hyderabad wieder sehen. 😜
Nachdem wir unser Gepäck los geworden sind, geht’s durch die Security-Kontrolle zum Gate. Wir befinden, dass sich ein Besuch in der Business-Lounge nicht mehr lohnt. Es bleiben noch ca. 20 Minuten und wir müssen eh Pass, Boarding Pass und Visa nochmal zeigen und abstempeln lassen. Dann geht das Boarding auch schon los.
Recht pünktlich startet unser 6 Stunden und 55 Minuten langer Flug nach Delhi um 12:05 Uhr.
Es dauert so lange, dass unsere Koffer bereits vom Band genommen und daneben gestellt wurden. 😆
Der Vertreter von Asia365 (unserem Reiseveranstalter) ist noch da und begrüsst uns beim Ausgang. Sogleich führt er uns zum Abholort, wo uns unser Fahrer abholt. Diesen Fahrer und sein Bus werden uns über die ganze Reise hinweg transportieren. 😁
Er fährt uns zum ersten Hotel, dem Park Inn by Radisson, welches in Neu Delhi liegt. Kurz vor 3 Uhr sind wir da. Jetzt aber nichts wie in’s Bett, denn um 9:30 Uhr geht es bereits weiter. 😆
Nach dem Frühstück treffen wir unseren Guide für Delhi und die Mitarbeiterin von Asia365, die für uns verantwortlich ist. Nach der kurzen Begrüssung und Vorstellung geht die Stadtrundfahrt auch schon los. Mit unserem Bus geht’s zuerst nach Old Delhi zur Moschee Jama Masjid. Um diese betreten zu dürfen, müssen wir alle die Schuhe ausziehen und die Frauen zusätzlich eine Art Übergewand anziehen. 😅
Da wir die grosse Moschee des Sultan Qabus im Oman gesehen haben, kann uns diese nicht wirklich beeindrucken. Die nachfolgende Fahrt mit den Rikschas durch die Strassen von Old Delhi ist allerdings sehr authentisch und beeindruckend. Im positiven und im negativen Sinn. 😅
Mit unserem Bus geht’s dann weiter zum Raj Ghat Denkmal. Diese Denkmal ist bekannt als die feierliche Gedenkstätte und Verbrennungsstätte von Mahatma Gandhi, dem Vater der Nation. Zum Jahrestag seiner Kremierung vom 31. Januar 1948, wurde das gesamte Denkmal schön mit Blumen geschmückt.
Der nächste Stop machen wir bei Humayun’s Mausoleum. Er war der zweite Herrscher des Großmogulreiches von Indien. Er regierte von 1530 bis 1540 und nochmals von 1555 bis 1556. Seit dem Jahr 1993 ist der Baukomplex als Weltkulturerbestätte der UNESCO anerkannt. Und sein Mausoleum diente unter anderem als Vorlage für das berühmte Taj Mahal.
So langsam haben alle Hunger. Darum bringt uns unsere Fahrer zum indischen Restaurant Suribachi. Während Thomas und Beatrice feige bei Nudeln an Rahmsauce bleiben, teste ich das typisch süd-indischen Reisgericht ‚Biryani. Und es ist viel leckerer als gedacht. 😇
Nachdem wir wieder Energie haben, geht’s zur letzten Sehenswürdigkeit für heute, dem Qutb Minar Denkmal. Der erste Teil wurde 1193 von Qutb-ud-Din Aibak nach dem Sieg über Delhis letzten Hindukönig erbaut. Nach und nach kamen noch mehr Gebäude wie das Mausoleum von Sultan Shamsuddin Iltutmish, eine Madrasa (Schule für den Islam) und die älteste Moschee Indiens, die Quwwatul-Islam Masjid.
Für uns war dieser Tag etwas anstrengend, da wir noch unter der Zeitverschiebung leiden. Darum unternehmen wir nichts mehr nachdem unser Fahrer uns um 17 Uhr beim Hotel abliefert. 😊
Wir können nicht allzu lange trödeln, denn um 9 Uhr müssen wir wieder bereit in der Lobby sein. Unser Fahrer holt uns ab und wir machen uns auf den ca. 4,5 Stunden langen Weg nach Agra.
Der Anfang, im chaotischen Delhi ist noch spannend. Kaum haben wir die Autobahn erreicht sind die anderen Autos wie aus Zauberhand verschwunden. 😊
Der Smog ist heute recht dicht, darum sieht man leider nicht sehr weit. Mit einem WC- und Kaffee-Stop ist die Fahrt aber recht kurzweilig. Kurz nach 13 Uhr sind wir bei der heutigen Unterkunft, dem Trident Hotel in Agra. Nach der indischen Begrüssung, welche aus einem Art Segen und Willkommenstee besteht, können wir schon mal unsere Zimmer beziehen. Wir entschliessen uns nichts zu Mittag zu essen, sondern erst am Abend in’s hoteleigene Restaurant zu gehen.
Schon bald ist es 14 Uhr, Zeit für den heutigen Ausflug. 😁
Als erstes geht es zum roten Fort von Agra. Dieses Fort diente dem Mogul Akbar dem Grossen als Residenz und wurde 1565 – 1571 aus rotem Sandstein gebaut. Auch seine Nachfolger wohnten dort und haben Erweiterungen bauen lassen. Am meisten hat Shah Jahan daran verändert. Er war es auch, der das Taj Mahal bauen lies. Und zwar für seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal. Sie starb nach der Geburt des 14. Kindes mit nur 39 Jahren. Da sie weissen Marmor so liebte, ist das ganze Taj Mahal in weissem Marmor gebaut (nur die Aussenmauern sind aus rotem Sandstein). Shah Jahan besuchte das Taj Mahal, also die Grabstätte von Mumtaz Mahal jeden Tag.
Von diesen 14 Kindern überlebten nur 6, 4 Jungen und 2 Mädchen. Der jüngste Sohn wollte unbedingt Herrscher sein und tötete darum seine 3 älteren Brüder. Den Vater sperrte er im Roten Fort ein. Aber immerhin so, dass er jeden Tag auf das Taj Mahal sehen konnte. 1666 verstarb Shah Jahan im Roten Fort und wurde dann im Taj Mahal neben seiner Lieblingsfrau, Mumtaz Mahal, beerdigt.
Diese beiden Gebäude gehören daher irgendwie zusammen. Und natürlich gehen wir im Anschluss an das Fort noch das Taj Mahal anschauen. 😁
Man darf sogar in den Raum, wo die beiden Grabsteine sind. Allerdings sind dort Photos strengstens verboten.
Und wir haben auch Glück mit dem Wetter. Kurz nachdem wir das Fort verlassen kommt noch die Sonne raus und der «Nebel» verschwindet ein wenig. So haben wir eine recht gute Sicht auf das berühmte Mausoleum. 😊
Ich muss sagen, in Delhi war der Besuch der Sehenswürdigkeiten sehr angenehm. Hier in Agra allerdings, wird man schon eher von Händlern bedrängt. Auch die Leute generell sind mehr ganz so angenehm. Jedenfalls ist das der Eindruck von heute. 😅
Nach dem Besuch beim Taj Mahal werden wir zum Hotel zurück gefahren. Wir können uns kurz ausruhen, dann gehen wir um 19 Uhr im Hotel Abendessen.
Unterwegs sehen wir heute sehr viele Kühe und Wasserbüffel. Unser Guide klärt uns auf; Es sind nur die Kühe heilig. Die Stiere und Wasserbüffel nicht. Von denen wird das Fleisch auch gegessen und die Haut zu Lederwaren verarbeitet. Die Milch der Wasserbüffelkühe wird für Butter und Käse verwendet. Die Milch der heiligen Kühe wird nur zur Fütterung ihrer Kälber und der Kinder verwendet. 😊
Nach gut 1 Stunde Fahrt erreichen wir die Geister-/Ruinenstadt Fatehpur Sikri. Da noch kurz ein Einschub zu den Namen der Städte. Wenn die Stadt auf pur endet, wurde sie von einem Hindu gegründet. So z.B. wurde Udaipur (werden wir noch hingehen) von Maharana Udai Singh II gegründet.
Endet der Namen mit bad, wie z.B. Hyderabad wurde diese von einem islamischen Herrscher gegründet.
Die Stadt Fatehpur Sikri wurde im späten 16. Jahrhundert von Mogulkaiser Akbar (er baute auch das Rote Fort von Agra) erbaut. Er hatte nämlich ein Problem, seine Frauen haben ihm bis jetzt nur Mädchen geboren und er benötigt noch einen Sohn als Nachfolger. Von einem Priester hat er erfahren, dass dort die Geburt von Jungen begünstigt ist. Also baut er kurzerhand eine Stadt und natürlich ein Fort für sich und seine Familie. Dieses Fort, welches jetzt ein UNESCO-Weltkulturerbe ist, gehen wir anschauen. Der Weg von der Stadtmauer zum Fort ist recht weit. Zu Beatrice’s Glück werden wir mit einem Golfcart hoch und wieder runter gefahren. 😜
Leider ist es heute Morgen sehr neblig und die Sicht ist eingeschränkt.
Mogulkaiser Akbar lebte allerdings nur 13 Jahre in Fatehpur Sikri, denn dann trockneten plötzlich alle Brunnen aus und es gab nirgends mehr Wasser. Also verliess er und alle Bewohner die Stadt und sie wurde zu einer Geisterstadt. Aber er hatte tatsächlich Glück und seine 3te Frau und 2 seiner Konkubinen gebaren im einen Sohn. 😊
Wir machen uns nun weiter auf den Weg, während unser Guide uns hier verlässt. Nach ca. 2 Stunden Fahrt machen wir im Gangaur Restaurant eine kurze Pause. Dann fahren wir nochmal ca. 2,5 Stunden bis wir um 16:30 Uhr im Hotel Samode Palace in Samode ankommen.
Der Palast, der heute als Luxus-Hotel dient, vereint Mogul- und Rajasthani-Kunst in sih und wurde in diversen TV-Serien und -Filmen gezeigt. Morgen nach dem Frühstück gibt es eine Führung durch den Palast. Da werden wir vermutlich noch etwas mehr darüber erfahren. 😊
Was sicher ist, heute Abend findet ein Gala-Dinner und morgen eine Hochzeit hier statt. 😁
Sie haben die Gänge und Hallen des Palastes schön mit Blumen geschmückt und es gibt 3x ein Feuerwerk. Vor, während und nach unserem Abendessen. 😜
Heute sind fast alle etwas mutiger. Beatrice und ich probieren indische Gerichte, während Thomas noch bei einem sicheren Thai-Gericht bleibt. Unsere beiden sind leicht scharf, aber sehr lecker. 😇
Jetzt haben wir noch etwas Zeit um zu packen und an die Sonne zu sitzen, bevor unser Fahrer uns um 11:30 Uhr abholt. Dann geht’s auch schon weiter nach Jaipur. Diese Fahrt dauert nur ca. 1,5 Stunden. Der Fahrer bringt uns direkt mal zum Hilton Hotel.
Hier können wir nun die Zeit bis um 17:30 Uhr verbringen. Nachdem wir alle Mängel am Hotelzimmer behoben haben (🙄), arbeitet Thomas noch etwas und ich teste die Liegen am Pool an der Sonne. 😊
Um 17:30 Uhr werden wir von unserem Fahrer abgeholt auf eine kleine Stadtrundfahrt bei Sonnenuntergang bzw. Dunkelheit. Für den Sonnenuntergang fährt er uns zu dem Hindu-Tempel Birla Mandir. Wenn man die Schuhe auszieht darf man ihn auch betreten. Innen ist jedoch Photographieren verboten. Dabei hat es sehr schöne farbige Fenster, die man nur von innen sieht. Um 18 Uhr öffnet sich ein Vorhang und eine Zeremonie mit lauter Musik beginnt. 😅
Als sie fertig ist, fahren wir weiter nach Old Jaipur. Dafür muss man durch grosse rote Tore fahren. Dahinter sind ebenfalls alle Gebäude aus roten Sandstein. Darum nennt man Old Jaipur auch ‚Pink City‘. Und viele sind schön beleuchtet. Eigentlich ist hier, zumindest am Abend, einiges los. Es hat diverse Geschäfte, manchmal auch auf zwei Etagen. Und es sind sehr viele Menschen hier unterwegs. 😊
Jetzt bringt unser Fahrer uns zum Restaurant Jaipur Courtyard. Hier essen wir alle mal was Indisches. 😜
Neben dem Essen führen Musiker und Tänzerinnen eine Show auf. 😆
Knapp 2 Stunden später fahren wir zurück zum Hotel.
Um 9:30 Uhr starten wir auf die nächste Stadtrundfahrt bzw. Ausflug. Denn wir fahren erst nach Amer, das etwas ausserhalb von Jaipur liegt. Dort besichtigen wir das Amber Fort. Das nicht Bernstein heisst, sondern Himmel. 😅
Das Fort thront auf einem Hügel und der Zugang ist recht lang und steil. Aber zum Glück von Beatrice und Thomas (er hat es irgendwie wieder geschafft eine Erkältung einzufangen) nehmen wir einen Jeep, der uns bis nach oben fährt. 😜
Zum Fort ist zu sagen, dass es riesig und sehr ähnlich aufgebaut ist wie alle, die wir bis jetzt besucht haben. Was ich speziell finde, sind die vielen verwinkelten und versteckten Gänge und Treppen. Hauptsächlich waren die da, dass die anderen Frauen nicht sehen bei welcher der Maharaja im Moment grad ist. Er konnte also ganz geheim zu seiner Auserwählten hin gehen. 😆
Runter nehmen wir auch wieder den Jeep. Das geht auch wesentlich schneller, als der Weg hoch. 😊
Auf dem Rückweg nach Jaipur machen wir einen Photo-Stop beim künstlich angelegten Stausee Man Sagar. Mitten auf diesem Stausee steht ein Palast, das Jal Mahal. Was soviel wie Wasser-Palast bedeutet. Er wurde als Sommer-Residenz gebraucht, steht jetzt jedoch leer. Evtl. wollen die Besitzer in ein paar Jahren ein Hotel oder Museum daraus machen.
Als nächstes Halten wir beim Stadt-Palast von Jaipur. Der alte Teil ist jetzt ein Museum, in dem auch Gegenstände und Kleider der vergangenen Herrscher ausgestellt sind. Es gibt aber noch einen neuen Teil des Stadt-Palast’s, in dem der jetzige Maharaja wohnt. Heute war er sogar Zuhause. Das kann man an den zwei gehissten Flaggen sehen. 😁
Zu Fuss können wir vom Stadt-Palast zum Observatorium, Jantar Mantar, rüber laufen. Wir schaffen es sogar ohne angefahren zu werden. 😜
Maharadscha Jai Singh II war ein intelligenter Mann und er interessierte sich für Astrologie. Darum liess es zwischen 1724 und 1734 fünf Sternwarten errichten. Unter anderem die in Jaipur. Hier steht unter anderem auch die grösste Sonnenuhr der Welt. Auf ihr kann man die Zeit auf 2 Sekunden genau ablesen.
Zurück beim Bus sind wir uns einig, dass etwas essen jetzt genau richtig wäre. Also bringt uns unser Fahrer zum Restaurant RajRasa. Hier soll angeblich der beste Koch von Rajasthan, Chef Saurabh, kochen. 😆
Und ja, wir sind alle von unseren Gerichten begeistert. 😊
Nun wollen wir noch ein letztes Mal beim Palast der Winde in Old Jaipur vorbei fahren. Dieser Plan wird jedoch vereitelt. Die Strasse wird 2 Autos vor uns einfach gesperrt. Das ist aber nicht schlimm, wir sind ja bereits 3 mal daran vorbei gefahren. 😇
Der Umweg, den wir nun nehmen müssen, ist dafür umso interessanter. Für uns als Beifahrer zumindest. 😜
Um 17:30 Uhr sind wir beim Hotel und verabschieden uns von unserem Jaipur-Guide.
Thomas möchte noch was einkaufen gehen und hat einen Laden nach seinem Geschmack in 1,2 km Entfernung gefunden. Wir getrauen uns aber nicht das zu Fuss zu machen, sondern nehmen für den Hin- und Rückweg ein Tuk-Tuk. Das kann man sogar über Uber bestellen und kostet nur 1.- CHF. 😁
Der Laden, The Market 04, ist super mit westlichen Produkten ausgestattet. Thomas findet praktisch alles was er sucht. Aber vermutlich ist es auch der teuerste Laden von ganz Jaipur. 😅
Je weiter wir von Jaipur weg fahren, desto mehr Landwirtschaft und grüne Flächen sehen wir. Zwischendurch ist es auch etwas hügelig, aber meistens schon staubig und trocken. Wir machen 3 WC- und Snackpausen und sind kurz nach 15 Uhr in Jodhpur. Wir fahren noch etwa 30 Minuten und kurz vor dem alten Teil der Stadt verlassen wir unseren Bus und steigen in Tuk-Tuks um. Die alte Hauptstrasse und angrenzenden Nebenstrasse sind für so grosse Fahrzeuge viel zu eng. 😊
Nach etwa 10 Minuten Fahrt erreichen wir das Hotel Pal Haveli. Das alte Herrscherhaus steht mitten in der Altstadt. 😁
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben gucken wir noch kurz die olympische Abfahrt der Herren. 😜
Dann erkunden wir unser Hotel, das einem Museum ähnlich sieht. 😊
Als wir in’s Roof-Top Restaurant, Indique, gehen um den Sonnenuntergang anzuschauen, wird uns grad ein Tisch zugewiesen, obwohl wir erst um 19 Uhr einen Tisch im reserviert haben. 😇
Wie meistens, rennt hier die Zeit und wir sind knapp pünktlich um unseren Jodhpur-Guide, Sengh, um 9:30 Uhr in der Lobby zu treffen. 😇
Heute machen wir den ersten Teil zum Bus mal zu Fuss. Dann können wir in den Bus einsteigen und er fährt uns dann zum Mehrangarh Fort hoch. Unterwegs erfahren wir einige Fakten über Jodhpur, aber auch über ganz Indien. Z.B. Haben sie hier in Jodhpur eine grosse Sandstein-Industrie. Auch rote Grabsteine in Europa kommen von hier. Es hat hier ja überall sehr viele Tauben. Das ist so, weil in Indien das Jagen (egal von was) verboten ist und sie die Tauben somit nicht abschiessen dürfen. Die Tauben an sich stören nicht, sie kommen nicht mal in die Nähe eines Restaurants (lustigerweise), aber die verhindern auch dass sich die nützlichen Schwalben vermehren können. Und ihre Exkremente schaden den Gebäuden. Auch haben sie hier in Jodhpur einen riesigen Militär-Stützpunkt und Ausbildung in allen möglichen Sparten. Wir erfahren auch, dass Indien mit 1,4 Mio. aktiven Soldaten die 3. grösste Armee der Welt hat.
Die Forts und Paläste die die Maharajas bauen konnten, konnten sie nicht mit Hilfe von Sklaven, wie oft behauptet wird, sondern ganz einfach mit vieeel Geld. Und zu diesem vielen Geld kamen sie dank der Seidenstrasse. Indien, im Speziellen Jodhpur, lag an der Seidenstrasse und so konnten die Händler (und somit auch der Maharaja) damals sehr reich werden. Der damalige Reichtum von Indien ist auch ein Grund, warum sie nie in andere Länder gingen und sie zu erobern versuchten. Sie hatten ja bereits alles was man braucht. 😁
Wir sind unterdessen beim Parkplatz des Mehrangarh Fort angekommen. Ab jetzt geht’s zu Fuss weiter. Das Fort ist 486 Hektar gross. Es dauerte ca. 300 Jahre bis es so fertig gestellt war, wie es jetzt ist. Rund um das Fort herum, sowie auch innerhalb der Mauer entstanden einige künstliche Seen, da sie den Sandstein für das Fort direkt dort abgebaut haben. Dieses Fort war bis zur Auflösung der Maharaja-Status, 1943, noch bewohnt. Dann stand es bis 1972 leer, da der Besitzer zurzeit in England studierte. Als er wieder zurück kam, beschloss er, sein Fort als Museum der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Er spendete auch einiges an Inventar zur besseren Veranschaulichung. Und natürlich baute er für sich und seine Familie am anderen Ende der Stadt einen Palast, wo sie jetzt wohnen. 😁
Oh und der Film ‚The Dark Knight Rises‘ soll auch bei dem Fort gedreht worden sein. Werden wir demnächst mal überprüfen. 😜
Man kann nur den Wohn-Bereich des Fort besichtigen. Der Rest ist im Umbau oder vom Militär benutzt. Trotzdem ist es ganz schön gross und pompös. Es wurde nicht ganz so viel von der ganzen Malerei z.B. an den Wänden und Decken restauriert wie an anderen Orten, ist aber dennoch eindrucksvoll. Als wir nach etwa 2 Stunden das Fort wieder verlassen, wartet unser Fahrer bereits auf dem Parkplatz auf uns. Es geht gleich weiter zum Jaswant Thada. Dort wurden und werden noch immer die Mitglieder der königlichen Familie verbrannt und ein Denkmal für sie errichtet. Jaswant Thada wurde, wie das Taj Mahal, aus weissem Makrana-Marmor erbaut. Der Makrana-Marmor ist sehr hochwertig und hart, da er unterirdisch abgebaut wird. Er ist extrem langlebig und auch Schmutz und Wasserabweisend. Die Verbrennungs- und Denkmalstätte ist noch recht neu, sie wurde im 19. Jahrhundert von Sardar Sing für seinen Vater, Maharaja Jaswant Singh II, erbaut. Es wird auch als ‚Taj Mahal der Wüste‘ genannt. Wenn man die Schuhe auszieht, darf man das Denkmal für den Maharaja auch betreten. 😁
Nachdem wir sie uns angeschaut haben, fahren wir mit dem Bus wieder Richtung Hotel. Wir müssen wieder vor der Altstadt in Tuk-Tuks umsteigen. Jetzt, am Nachmittag ist hier viel mehr los als noch am Vormittag. 😊
Etwas weiter halten wir und Thomas, unser Guide und ich steigen aus und wagen uns zu Fuss durch den Markt bzw. Basar. Beatrice fährt direkt weiter zum Hotel. Es ist auch recht eng zwischen all den kleinen Geschäften und sehr vielen Leuten. Normalerweise sieht man auf der Strasse nicht sehr viele Frauen, aber hier auf dem Markt sind sie in der Überzahl. 😆
Zum Abendessen besuchen wir auch heute wieder das Indique auf dem Dach des Hotels.
Zum Abschluss des Tages schauen wir in Beatrice’s Zimmer den James Bond – Octopussy, der hauptsächlich in Udaipur spielt. 😊
Um 9 Uhr treffen wir den Asia365-Angestellten in der Lobby. Er hat uns 2 Tuk-Tuk organisiert, die uns zu unserem Bus fahren.
Mit einer Pause bei einem «Highway-Bazar» 😜 geht’s zum gut 3 Stunden entfernten Adinath-Tempel in Ranakpur.
Der Adinath-Tempel ist ein Jain-Tempel und gehört zu den Heiligtümern der Jainas. Der Jainismus ist eine in Indien beheimatete Religion die ca. zur gleichen Zeit wie der Buddhismus entstand. Sie ist bekannt für das Ideal der Nichtverletzung von Lebewesen. Jainas ernähren sich so, dass keine Tiere dafür sterben müssen und Pflanzen nur im unvermeidlichen Mass geschädigt werden. Es leben praktisch alle Jainas in Indien. Wer noch mehr über diese Religion wissen möchte kann hier schauen oder selber googeln. 😇
Nachdem wir die Eintrittskontrolle überstanden haben (keine Schuhe, keine Ledersachen wie Tasche, Gurt, etc., keine Wasserflaschen, Frauen müssen die Haare verdecken, jeder Photoapparat oder Mobiltelefon kostet extra), erfahren wir mit Hilfe eines Audioguides in ca. 1,5 Stunden vieles über den Tempel und die Religion. Zwei, drei Fakten zum Tempel; er sei einer der grössten und schönsten Jaintempel in Indien. Der Haupttempel wird von 1’444 Säulen getragen und keine der Säulen ist gleich. Es ist sehr viel filigrane Marmorarbeit zu sehen, die als Wunderwerk der indischen Bildhauerkunst genannt werden. Und ja, der Tempel ist in der Tat sehr eindrucksvoll. Aber mit der Religion können wir nichts anfangen. 😅
Dann geht’s weiter zum nächsten Hotel, Deogarh Mahal, in Deogarh. Auch dort hin können wir nicht mit dem grossen Bus fahren, sondern müssen auf ein kleineres Gefährt umsteigen. Das Hotel hat extra dafür einen Platz eingerichtet. 😆
Diesmal werden wir von einem PickUp abgeholt. Thomas und ich dürfen auf den Sitzen auf der Ladefläche mitfahren, während Beatrice im Führerhaus mitfahren darf. 😁
Wir werden ganz herzlich begrüsst und Thomas bucht grad eine Massage für sich. 😊
Um 18:30 Uhr treffen wir uns auf einer Art Terrasse im 2ten Stock. Dort dürfen wir einer kurzen indischen Tanzshow zuschauen. Anschliessend gehen wir zum Abendessen auf die noch höhere Terrasse im 3ten Stock. Von dort haben wir einen guten Blick in den Hof und gegenüber auf die Stadt.
Während Beatrice und ich uns wieder an was indisches wagen (wie übrigens eigentlich immer! 😊), bestellt sich Thomas zweierlei Sandwiches, Käse und Tomaten & Gurken. 😆
Für den Dessert-Cappuccino setzen wir uns nochmal auf die Bar-Terrasse im 2ten Stock. 😊
Beim Umsteigeplatz wartet unser Fahrer bereits auf uns. Nachdem das Gepäck eingeladen ist und wir auch drin sind, geht’s auch schon weiter. Ohne Pause fahren wir die recht kurze Strecke bis nach Udaipur. Bzw. etwas ausserhalb von Udaipur liegt unser Hotel, Chez Lavania. Aber das Hotel ist recht neu, es wurde erst vor 3 Jahren erbaut.
Nachdem wir die grosszügigen Zimmer besichtigt und eingerichtet haben, setzen wir uns draussen beim Pool hin. In den Zimmern ist es empfindlich kühl. Auch ohne Klimaanlage. 🥶
Darum bringen sie uns je einen Heizlüfter vorbei. 😇
Thomas testet grad mal das Cheese-Sandwich aus. Es ist perfekt für ihn, ausser Käse sind keine Gewürze drin. 😆
Nun können wir uns ausruhen oder arbeiten, oder auch beides. 😊
Um 17:30 Uhr holt uns unser Fahrer (die Reise ist zwar fast fertig, aber endlich wissen wir seinen Namen; Jitendar 😅) wieder ab und bringt uns zu dem sehr guten Restaurant «1559 AD», wo wir Beatrice’s Geburtstag feiern können. 😁
Um 6:30 Uhr werden wir beim Hotel abgeholt. Es geht zur Altstadt. Dort nehmen wir unsere 1-gängigen Fahrräder in Empfang und starten auf die Rundfahrt durch die Altstadt. Als erstes besuchen wir den Jagdish Tempel. Auch hier ist die Steinmetzarbeit sehr detailliert. Wir fahren weiter an erst wenigen offenen Geschäften vorbei zum Kuh-Fütterungsplatz. Hier kommen jeden Tag Kühe hin und man kann Klee bei einer Bäuerin kaufen und den Kühen verfüttern. Diese gute Tat bringt einem gutes Karma für den Tag. 😊
Etwas weiter halten wir bei einem kleinen Gemüse-Markt, wo wir einen Frühstücks-Chai bekommen. Der ist erstaunlich lecker. 😇
Dann radeln wir auf anderem Weg wieder zum Fahrradverleih zurück, und geben die Fahrräder zurück. Jitendar bringt uns zurück zum Hotel, wo wir duschen und dann mit Beatrice gemeinsam frühstücken.
Was wir bis jetzt von Udaipur gesehen haben, können wir sagen, es ist erstaunlich sauber. Unser Guide hier, Mukesh Chouhan, behauptet auch, es gäbe eine Recycling-Stelle, wo der Müll entweder recycled oder verbrannt wird. 😅
Die Stadt ist auch hübsch und die Leute sympathisch und überhaupt nicht aufdringlich. 😊
Um 10:15 Uhr geht’s für die einen zum ersten und für die anderen zum zweiten Mal los. 😁
Jitendra bring uns in die Nähe des Stadt-Palasts zu einer Bootsanlegestelle am Lake Pichola. Unterwegs steigt Mukesh wieder zu. Der Lake Pichola ist einer der Seen hier in und um Udaipur. Sie sind künstlich erbaute Stauseen und werden in der Regenzeit gefüllt. Den Rest des Jahres wird Wasser davon entnommen. Alle Seen sind miteinander verbunden. Durch diese Kanäle können sie jeden See auffüllen oder Wasser ablassen. Wir machen eine kleine Seerundfahrt, die auf der Insel Jagmandir einen Zwischenstopp macht. Auf dieser Insel ist natürlich ein Tempel und ein Restaurant. Der grosse Platz und Garten wird gerade für eine Hochzeit vorbereitet. Man kann also die ganze Insel mieten, wenn man möchte. 😊
Mit dem Boot geht’s dann wieder zum selben Steg zurück. Nach ein paar Schritten laufen können wir in ein extra langes Golf Cart einsteigen, das uns zum Eingang des City Palace bringt. Am Eingangstor sind mehrere Symbole des Sonnengotts Surya festgemacht. Die Linie der Könige bzw. Maharanas (bedeutet Grosser Krieger) hier in Udaipur sollen eben von diesem Sonnengott Surya abstammen. Die Sonne mit Schnurrbart ist noch öfters in Palast anzutreffen.
Der alte Teil des Palasts wurde auch hier zu einem Museum umgestaltet. Es hat aber halt dadurch keine Aufzüge, sondern gaaanz viele Treppen. Da könnte Beatrice nicht mitkommen und darum beschränken wir uns auf ein paar gut erreichbare Highlights des Palasts (wir haben ja auch schon viele andere gesehen 😇).
Jeder Guide fragt natürlich was wir nach dieser Reise machen. Und wir erzählen ihnen von der Hochzeit in Hyderabad. Da meint Mukesh, er kennt einen guten Schneider, der innerhalb weniger Stunden Kleider in Spitzenqualität herstellen kann. Zudem kämen eh alle Stoffe von Udaipur, egal wo in Indien man etwas kauft. 😊
Also fahren wir zu diesem Schneider und suchen Stoffe und Form aus. Morgen Mittag sollen wir wieder kommen und sie probieren. 😊
Als letzte Sehenswürdigkeit besuchen wir heute noch den «Frauengarten» ‚Saheliyon ki bari‘. Dort haben sich die Frauen des Maharanas gerne im Sommer aufgehalten, denn es hat sehr viele Springbrunnen, die bereits vor 200 Jahren in Betrieb waren.
Die Zeit ist so schnell vergangen, dass jetzt schon Abendessenszeit ist. Heute geniessen wir die Aussicht auf den Fateh Sagar Lake im Jhumar Restaurant.
Wir werden heute um 9:30 Uhr abgeholt. Das ist eine sehr angenehme Zeit. 😇
Unterwegs steigt Mukesh wieder zu. Als erstes zeigt er uns heute ein kleines Dorf, das etwas ausserhalb von Udaipur liegt. Vor 20 Jahren hat er ebenfalls dort gelebt. Wir sehen, wie so ein Dorfleben so funktioniert am Vormittag und können knapp einer flüchtenden Wasserbüffelkuh ausweichen. 😜
Mukesh kennt und grüsst hier fast jeden. Wir werden auch bei seinem Freund aus dem Studium zu einem frisch gekochten Masala-Chai eingeladen. Er macht ihn sehr lecker mit ganz wenig Ingwer. 😁
Danach werden wir zur Mewar Art Gallery gefahren. Nebst einer Galerie ist dies auch eine Schule die noch immer Miniaturmalerei unterrichtet. Ein Lehrer und ein Künstler geben uns eine kleine Demo und erklären ihr Handwerk. Z.B. wissen wir jetzt, dass die groben Pinsel aus Augenbrauen der Kamele und die dünnen aus den Schwanzhaaren der Streifenhörnchen sind. 😁
Sie malen ihre Bilder, entweder Kopien von uralten Werken oder aus der eigenen Phantasie, entweder auf Kamelknochen (früher Elfenbein), Seide, Pergament oder Reis-Papier. Hier wird uns auch wieder Masala-Chai angeboten. Diesmal ist er allerdings etwas schärfer. 😊
Wir unterstützen diese Galerie/Schule und kaufen ein paar Bilder. 😇
Während sie die Bilder einrahmen und verpacken bringt uns Jitendar nochmals zum Markt in er Altstadt. Heute schlendern wir zu Fuss mitten durch das Chaos und kaufen ein paar Gewürze. 😊
Da der Schneider noch nicht ganz ready zur Anprobe ist, machen wir zuerst eine kurze Mittagessenspause im Raaj Bagh Restaurant, auf der Terrasse wieder direkt am Fateh Sagar Lake. Wobei schnell hier sehr relativ ist. Meistens dauert hier alles etwas länger als Zuhause. 😁
Danach geht’s dann zum Schneider, die Kleider anprobieren. Vieles passt und wird sogleich eingepackt. Nur wenig muss noch angepasst werden. Das wird dann, wie auch die Bilder, am Abend zum Hotel gebracht. 😇
Jetzt geht’s zum Hotel zurück. Wir müssen ja anfangen zu packen, denn morgen geht’s früh um 7 Uhr zum Flughafen. 😆
Ohne Stress (😇) können wir heute Morgen Duschen und fertig packen. Wir haben schon so viel eingekauft, dass Thomas ein Zusatzgepäck und zusätzliches Gewicht dazubuchen muss. 😅
Zu unserer Verteidigung ist zu sagen, dass bei IndiGo das aufgegebene Gepäck nur 15 kg schwer sein darf. 😨
Punkt 7 Uhr fahren wir beim Hotel los. Wir kommen sehr gut durch den leichten Verkehr und sind 45 Minuten später sind wir am Flughafen. Hier verabschieden wir uns von Jitendar, unserem super Fahrer. Der Asia365 Angestellte begleitet uns noch bis zum Eingang. Denn weiter als zum Eingang darf man ohne Boarding-Pass nicht. 😆
Nachdem wir bei der ersten Gepäck-Kontrolle des aufgegebenes Gepäcks das kabellose Ladegerät raus nehmen mussten, verlief der Security Check, für Beatrice und mich, problemlos. Bei Thomas war’s etwas komplizierter. 😅
Aber wir sind dann alle durch und haben noch knappe 2 Stunden Zeit bis zum Boarding.
Wir müssen noch 2 mal das Gate wechseln. Zum Glück ist der Flughafen so klein. 😆
Aber nach dem geordneten Boarding starten wir um 10:24 Uhr in Richtung Hyderabad. Dort landen wir um punkt 12 Uhr. 😊
Wir haben kein Fingerdock, sondern werden mit einem Bus zur Gepäckausgabe gefahren. Das Gepäck kommt relativ schnell. Und vor allem kommt alles an. 😊
Dann nehmen wir ein UberXL, das uns und unser Gepäck zum 40 Minuten entfernten Hotel Taj Deccan bringt. Da die Zimmer noch nicht fertig sind, setzen wir uns in’s Buffet-Restaurant ‚arena‘ und teilen uns ein Club-Sandwich und Cheese-Kulcha. 😊
Nun sind die Zimmer bereit und wir sehen sie uns mal an. Das eine ist falsch, da beide Zimmer 2 Betten haben. Das können wir morgen wechseln. Aber beide Zimmer sind dank aktiver Klimaanlage sehr kalt. Und man kann mit ihr nicht heizen. Thomas nervt das und stürmt darum beim Personal. Auch nach mehreren Erklärungsversuchen seitens des Technikers will Thomas partout nicht nachgeben. 😆
Naja, unterdessen gehen wir mal zu Fuss in einem nahen Laden Cola Zero und Milch einkaufen, während die Techniker weiter basteln.
Wir überleben das Überqueren der Strasse zwei Mal und machen im Hotel einen kleinen Rundgang. Dabei entdecken wir die Bar-Terrasse und bleiben grad dort mit einem Drink sitzen. 😊
Um 18:30 Uhr kommen Elena und Mason zu Besuch und gesellen sich zu uns. 😁
Nachdem wir die Drinks geleert haben, essen wir noch gemeinsam im asiatischen Restaurant des Hotels zu Abend. Es wird 21:45 Uhr bis sie sich wieder auf den Rückweg zu ihrem Hotel machen.
Im Zimmer stellen wir mit Freuden fest, dass die Klimaanlage nun heizen kann und es 24°C warm ist. 😁
Ca. um 11:30 Uhr starten wir zum heutigen Shopping-Ausflug. Auf der Fahrt zur ersten Mall, der Nexus Hyderabad Mall, stellend wir immer wieder fest, dass Hyderabad schon sehr viel westlicher ist als die Orte, an denen wir waren. Es ist auch relativ sauber und die Menschen sind etwas fester, bis dicker, was wohl auf mehr Wohlstand hindeutet. 😜
In der Mall treffen wir auf die gesamte Familie Feldmann. Denn eigentlich braucht noch jeder irgendeine Kleinigkeit für die Hochzeit. 😊
In der Nexus Mall werden aber nicht alle fündig, darum fahren wir in zwei Gruppen zur zweiten Mall, der Sarath City Capital Mall. Diese ist noch etwas grösser als die erste. Hier werden auch alle ausser Mason fündig. 😇
Um 19 Uhr wollen wir mit einem Uber zurück zum Hotel. Es hat aber so viele Leute und Fahrzeuge hier, das es sehr schwer für die ist, her zu kommen. 😆
Nach längerem Warten kommt unser Auto aber doch noch. Der Weg zum Hotel geht auch nicht so Ruck-Zuck wie der Hinweg. Es wird nach 21 Uhr bis wir im Hotel sind und unser neues Zimmer beziehen können.
Etwas später treffen auch Nadja und Karin ein. Alle zusammen gehen wir dann wieder im asiatischen Restaurant des Hotels, Natsu – Pan, Abendessen. Während wir auf das Essen warten erklärt uns Nadja grob den Ablauf der Hochzeit und wer wann wo in welchem Outfit sein muss. Wir sind ja mal gespannt. 😊
Der Palast selber ist wieder sehr gross aber lange nicht so prunkvoll und schön verziert wie die, die wir in Rajasthan besucht haben. Leider ist auch bereits einiges verfallen. Dafür haben sie hier einige alte Autos der königlichen Familie ausgestellt. 😊
Etwas, das uns hier jetzt das erste Mal passiert, ist, dass einige Inder gerne ein Photo mit uns machen möchten. 😆
Gerade als wir wieder auf dem Weg nach draussen sind, treffen wir auf dem Hauptplatz jede Menge Schweizer und Kanadier. Gemeint sind Elena, Mason, Nadja, Karin, Caroline und Jeff. Fast die ganze Familie Feldmann. 😜
Nach der Begrüssung und kleinem Blabla trennen wir uns aber wieder. Sie beginnen erst mit dem Rundgang, welchen wir bereits abgeschlossen haben. Wir drei fahren zurück in unser Hotel. Die Zeit ist irgendwie doch schnell vergangen und es ist bereits 18 Uhr. Zeit uns langsam bereit zu machen, denn um 19 Uhr treffen wir Caroline und Jeff in ihrem Hotel, dem Hyatt, zum Abendessen. Das Hotel ist nicht weit entfernt und ganz hübsch. Das Restaurant auf dem Dach sieht auch cool aus. Die Gerichte jedoch waren alle viel zu scharf, für das wir sie nicht scharf bestellt haben. Was etwas schade ist, da zumindest Thomas sicher nicht mehr hier essen wird. Denn nach der Hochzeit werden wir ebenfalls im Hyatt wohnen. 😆
Dafür hat das Restaurant dort oben eine sehr gute Rundum-Aussicht. 😊
Wir lassen dann Caroline und Jeff in’s Bett gehen, da sie noch etwas in ihrem Jet-Lag arbeiten und fahren mit dem Tuk-Tuk wieder zurück in’s Taj Deccan. Hier findet heute Abend im Garten eine Party statt. Sie haben den ganzen Tag plus noch einen halben gestern Zeugs aufgebaut. Ein riesen Aufwand für recht wenige Leute, wie wir finden. Dafür ist die Musik umso lauter. 😆
Unterwegs erzählt er uns ein paar Fakten über Hyderabad. Sie ist mit 9,5 Mio Einwohnern die 5. grösste Stadt von Indien. Sie ist berühmt für das Reisgericht Biryani, Seide und Perlen. Anscheinend wird sie ab und zu auch Perlen-Stadt genannt. Auch ist Hyderabad eine sehr hügelige Stadt. Hier wäre die Fahrradtour mit dem Eingänger seeehr anstrengend. 😆
Als wir die Eintrittskarten für das Mausoleum kaufen, müssen wir ebenfalls Eitrittskarten für unsere Telephone, die eben eine Kamera eingebaut haben, extra bezahlen. Und zwar mehr als das Doppelte als für uns selber. 😆
Aber es ist immer noch seeehr günstig. 😊
Von dem nicht so motivierten Guide erfahren wir nicht sehr viel. Ausser dass hier, neben der königlichen Familie, welche zu den grossen Mausoleen gehören, auch einige andere Adlige hier begraben wurden. Und das eine, unfertige Mausoleum war für ein König, der den Krieg gegen einen Mogul-Kaiser verloren hat und dann im Gefängnis starb. Seine Leiche durfte nicht hier her zurück gebracht werden.
Wieder beim Ausgang warten bereits Elena und Nadja auf uns. Mit ihnen zusammen fahren wir dann mit 2 Tuk-Tuks zum Golkonda-Fort. Hier sind bereits der Rest der Familie Feldmann, Katja, Mason, Nikolas und Karin. Das Fort ist riesig und thront auf einem der vielen Hügel. Leider wurde es bei einem Angriff eines Mogul-Kaisers schwer beschädigt. Und es wurde nicht allzu viel wieder aufgebaut. Viel mehr Informationen hat der Guide nicht für uns. Er verlässt uns auch nach ca. 1 Stunde und wir schauen den Rest auf eigene Faust an. Auch hier «dürfen» wir ganz viele Photos mit indischen Familien und Freundesgruppen. 😆
Ca. um 18 Uhr trennen wir, also Thomas, Beatrice und ich, uns vom Rest und machen uns auf den Rückweg zum Hotel Taj Deccan. Wir machen allerdings ein Einkaufstop beim Radnadeep Supermarket. Nadja empfiehlt alle Getränke für die nächsten 2 Tage mitzunehmen. 😇
Dieses Mausoleum wurde nicht fertiggestellt, das der König den Krieg verlor und im Gefängnis landete
Eigentlich sollten alle um 10 Uhr dort sein, da um 10:30 Uhr die erste Zeremonie beginnt. Aber bei Nadja, Elena und Co. sieht es nicht so aus, als seien sie sehr pünktlich. Was vor allem an der indischen Verwandtschaft liegt. 😆
Wir sind jedenfalls als erste um 9:45 Uhr vor Ort. 😇
Mit Verspätung kommt dann der Rest doch noch und kurz ca. um 12:30 Uhr geht es dann doch noch los mit den Vorbereitungen für die Haldi-Zeremonie am Nachmittag. 😊
Danach ist aber erst mal Mittagspause und die indischen Besucher gehen schlafen. Währenddessen wird mit den westlichen Gästen die Haldi-Zeremonie mit Nadja und Sandeep vollzogen.
Die beiden gehen nun erst mal die Farbe abduschen. Die Gäste können auf die andere Wiese wechseln, wo sie sich ein (oder auch mehrere) Henna-Tattoos machen lassen können. Danach ist das Abendessen-Buffet eröffnet und es wird zur Musik getanzt.
Als Abschluss wird noch ein kleines Spiel gespielt und Gruppen-Photos gemacht. Die ganze Party dauert nicht sehr lange (im Gegensatz zu den Hochzeiten, die wir bis jetzt von aussen mitbekommen haben), um 23 Uhr gehen die meisten schlafen und es wird alles aufgeräumt. Wir gehen dann um Mitternacht auch in’s Bett. 😇
Thomas‘ Part startet um 8:30 Uhr. Bzw. diese Zeremonie, in der er eine Rolle hat. 😊
Naja, die Uhrzeiten sind eher grobe Schätzungen. 😅
Irgendwann startet diese Zeremonie, die nur für Sandeep ist (um 7 Uhr hätte starten sollen), dann. Ganz unverhofft erhalte ich auch noch eine kleine Aufgabe. 😁
Dann gibt es eine kurze Pause, bis dann das eigentliche Verheiraten durchgeführt werden kann. Das sollte eigentlich um 11:45 Uhr statt finden (wegen der richtigen Sternenkonstellation). Es ist aber alles etwas verspätet und sie müssen sich beeilen, um noch einigermassen pünktlich zu sein. 😇
Es werden sehr viele verschiedene Rituale und Zeremonien durchgeführt, die wir nicht wirklich durchschauen. 😆
Dann können die Gäste dem Brautpaar gratulieren und ein Photo mit ihnen machen.
Während das Brautpaar die ganze Zeit auf der Bühne sitzen muss, dürfen die Gäste sich an einem riesigen Buffet die Bäuche vollschlagen. 😆
Nach den Photos geht es mit Ritualen und Zeremonien weiter bis ca. 15:30. Da ist die Hochzeit dann zu Ende. 😊
Erstaunlicherweise gehen praktische alle Inder sehr schnell nach Hause. So können Nadja und Sandeep am Abend sehr gut mit ihren Freunden und der Familie in Ruhe feiern. 😇
Anhand der Feste und Hochzeiten, die wir in Rajasthan gesehen und gehört haben, dachten wir wir sie würden hier auch so laut und lange Feiern und Tanzen. Dem war aber nicht so. 😊
Sandeep und seine Eltern freuen sich sehr, dass die Verwandten und Freunde aus Europa (und USA / Kanada 😊) sich viel mehr Mühe mit den Outfits gegeben haben als die indischen Gäste. 😁
Thomas muss Sandeep einen Spiegel vorhalten, um ihn daran zu erinnern, dass er jetzt für zwei Seelen die Verantwortung hat
Nach einer Verschnauf-Pause im Starbucks gehen wir individuell ca. 1,5 Stunden shoppen. 😊
Zurück über die Strasse nehmen wir wieder ein Tuk-Tuk. Jetzt ist auch Thomas‘ und mein Zimmer ready, welches wir sogleich auch beziehen. Dann gehe ich mal auf die Dachterrasse an den schönen Pool, während die anderen im Zimmer noch was wurschteln. Etwas später kommen sie dann doch auch hoch. 😁
Obwohl Thomas dann direkt in eine Massage-Sitzung verschwindet. 😆
Als um 17 Uhr dann endlich die Bar öffnet, können wir auch einen leckeren Drink am Pool geniessen. 😁
Als kurz nach 18 Uhr die Sonne untergeht ziehen wir uns wieder um und gehen zusammen im Hard Rock Café gegenüber zu Abend essen. 😊
Das Essen ist amerikanisch lecker, nicht scharf aber kleinere Portionen. 😁
Dann um 20:30 Uhr verabschieden wir uns von Katja und Nikolas. Sie reisen mit einem Nachtbus weiter in den Süden. Wir lassen uns von einem Tuk-Tuk zum Hotel zurück bringen. Hier treffen wir Caroline noch in der Hotel-Lobby auf ein Getränk.
Als wir bereits ca. 1 Stunde dort sind kommen Nadja, Elena, Karin und Mason auch noch dazu. Nach leckerem Sirup und Snacks dürfen wir die Wohnung noch besichtigen. Die schlankeren unter uns haben bereits wieder Hunger und wir fahren alle zusammen in’s Restaurant Chutney’s. 😊
Dann laufen wir zu Fuss die 300 Meter weiter zur Patisserie Dadu’s. Die gemischten Boxen von hier sind immer gute Mitbringsel. 😜
Hier verabschieden wir uns auch vom Rest der Familie, machen noch ein letztes Familien-Photo und machen uns dann auf den Weg zurück zum Hotel.
Unterwegs lassen wir uns bei dem Stoffladen Narsingh absetzen, damit Beatrice noch schönen indischen Stoff kaufen kann. 😊
Um 19 Uhr sind wir dann im Hotel. Da wir alle bereits genug gegessen haben, bleiben wir in den Zimmern und ruhen uns aus oder arbeiten etwas. Um 20:30 Uhr starten wir einen Filmeabend bei uns im Zimmer. 😊
Nach dem ausgiebigen Frühstück, gehen wir erst mal wieder auf die Zimmer. Am Mittag begleitet Thomas Beatrice nochmals in die Mall gegenüber, während ich mich weiter der Webseite widme. 😊
Um 14 Uhr gönnt sich Thomas nochmals eine Massage und ich geniesse die Sonnenstrahlen am Pool. 😇
Etwas später gesellt sich Beatrice auch dazu. Wir bleiben bis 16:30 Uhr oben dann geht’s zurück in’s Zimmer, duschen und fertig packen. Kurz vor 18 Uhr machen wir uns dann mit einem UberXL auf den Weg zum Flughafen.
Das Einchecken des Gepäcks geht ruckzuck und wir erhalten noch ausgedruckte Boarding-Pässe. Als wir dann aber mit diesen Boarding-Pässen zum Security-Check möchten, wird dort ein Fehler ausgewiesen. 😆
Nachdem die Boarding-Pässe manuell kontrolliert wurden dürfen wir doch zum Security-Check. 😊
Für Beatrice und mich läuft auch dieser problemlos ab. Thomas muss seinen gesamten Rucksack ausräumen. Aber er scheint sich langsam damit abgefunden zu haben. 😅
Jetzt haben wir noch 2 Stunden Zeit. Also besuchen wir die Business-Lounge. 😇
Um 21 Uhr startet das Boarding. In diesem Airbus A320 der Air India hat es sogar richtige Business-Class Sitze. Und es gibt ein richtiges Menü zu essen. 😁
Dieser gut 2 stündige Flug, der sehr pünktlich um 21:25 Uhr startet, bringt uns nach Delhi. Heute ist die Sicht in Delhi sogar relativ klar. Um 23:30 Uhr können wir aussteigen und uns zum International-Transfer auf machen.
Dafür müssen wir dann dort nicht lange warten, bis wir kurz nach 1 Uhr in A330-300 der Swiss einsteigen können. 😊
Eigentlich hätten wir knappe 10 Minuten früher starten können, aber wir müssen noch etwas warten wegen unserem Zeitfenster für den Überflug über Afghanistan.
Der Flug ist dann ganz angenehm und wir verschlafen die meiste Zeit davon.
Pünktlich um 6:15 Uhr landen wir in Kloten. Es ist noch dunkel. Aber als wir dann all unser Gepäck (😊) haben, durch den Zoll sind und von meinem Vater begrüsst werden, ist die Sonne jedoch aufgegangen. Wir fahren kurz zu meinen Eltern und trinken dort einen Kaffee und testen die mitgebrachten Süssigkeiten. 😁
Dann bringt uns mein Vater nach Illnau. Dort laden wir alles in den Ranger um und machen uns auf den Weg nach Kreuzlingen. Dort liefern wir Beatrice wohlbehalten Zuhause ab und fahren grad weiter nach Appenzell.
Gerade rechtzeitig zum Mittagessen sind wir da. Wir gehen grad noch mit den Arbeitkollegen im Säntis Mittag essen. 😊
Am Nachmittag arbeiten wir grad weiter, so kommt erst gar keine Müdigkeit auf. 😜
Am Abend sind wir noch bei Andrea Fritsche zu einem kleinen Abendessen und Schwätzchen eingeladen, bevor wir dann um 23 Uhr relativ früh in’s Bett gehen. 😊